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Auf dem Obersalzberg

Geschichte und Erinnerung

Gemeinsam mit meiner Frau Birgit besuchte ich den Obersalzberg. Die herrliche Berglandschaft beeindruckt ebenso wie die bewegte Geschichte dieses Ortes. Hier befand sich einst der Berghof, der Wohnsitz Adolf Hitlers. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude abgerissen. Heute erinnert das Dokumentationszentrum Obersalzberg mit einer umfassenden Ausstellung an die Geschichte des Nationalsozialismus und informiert über die Rolle des Obersalzbergs als Machtzentrum des NS-Regimes. Erhaltene Bunkeranlagen geben zusätzlich einen Einblick in diese Zeit. Unser Besuch diente ausschließlich der historischen Information und dem Interesse an der Geschichte. Eine Verherrlichung der NS-Zeit ist damit ausdrücklich nicht verbunden. Der Obersalzberg ist heute ein Ort der Erinnerung und der kritischen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Kehlsteinhaus – Geschichte mit beeindruckender Aussicht Mit dem Bus ging es über die spektakuläre Kehlsteinstraße hinauf. Anschließend führte uns der historische Messingfahrstuhl durch den Berg direkt in das Kehlsteinhaus. Heute kommen jedes Jahr zahlreiche Besucher hierher, um die einmalige Aussicht auf die Berchtesgadener Alpen zu genießen. Dabei fragten wir uns, ob allen bewusst ist, welche geschichtliche Bedeutung dieser Ort hat. Das Kehlsteinhaus wurde 1938 als Geschenk zum 50. Geburtstag Adolf Hitlers errichtet. Entgegen einer weit verbreiteten Annahme hielt sich Hitler dort jedoch nur selten auf. Heute ist das Gebäude ein Berggasthaus und Ausflugsziel. Auch wir haben dort in angenehmer Atmosphäre sehr gut gegessen und dabei den herrlichen Ausblick genossen.

Mooslahnerkopf – Natur und Geschichte
Gemeinsam mit  Birgit besuchte ich auch den Mooslahnerkopf. Heute ist dieser Aussichtspunkt vor allem wegen seines herrlichen Panoramablicks auf die Berchtesgadener Alpen ein lohnendes Ziel.
Historisch ist der Ort ebenfalls von Bedeutung. Hier stand einst das Teehaus Adolf Hitlers, das als privater Rückzugsort diente. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude abgerissen, um zu verhindern, dass daraus eine Pilgerstätte für Anhänger des Nationalsozialismus wird. Heute erinnern nur noch wenige Spuren an diese Zeit.
Unser Besuch gilt der landschaftlichen Schönheit und der geschichtlichen Einordnung dieses Ortes, nicht einer Verherrlichung der NS-Zeit. Gerade diese Verbindung aus Natur und Geschichte macht den Mooslahnerkopf zu einem besonderen Ausflugsziel.

Am 25. April 1945 wurde der Obersalzberg von britischen Flugzeugen bombardiert. Dabei wurden wichtige Gebäude der nationalsozialistischen Führung zerstört.
Die Natur am Obersalzberg hat sich durch die Bombardierung nicht stark verändert. Es gab Bombentrichter und zerstörte Flächen, doch diese wurden im Laufe der Jahre von Pflanzen überwachsen oder später eingeebnet. Heute ist die Landschaft wieder größtenteils bewaldet, auch wenn an einigen Stellen noch Spuren der Geschichte zu finden sind.